Tops & Flops Dezember 2016

TOPS:

–> Bücher: 

The Woman in White | Die Frau in Weiß war mein erstes Buch von Wilkie Collins (von dem ich schon immer mal etwas lesen wollte) und ich habe mich sofort in seinen Schreibstil verliebt. Zwar habe ich auch einige tolle Weihnachtsbücher diesen Monat gelesen, als Gesamtwerk hat mich Die Frau in Weiß jedoch am meisten überzeugt und es daher auch in meine Top-Liste geschafft. Das Buch hat alles, was zu einem guten Gothic Mystery Roman gehört und ist meiner Meinung nach zurecht ein Klassiker. Ein paar Kritikpunkte habe ich zwar, zum Beispiel dass es etwas zu lang ist – vor allem die zweite Hälfte zieht sich etwas – und auch ist so manche Aussage dabei, bei der man in der heutigen Zeit nur mehr den Kopf schütteln kann, aber es gab trotzdem gute 4 Sterne von mir. Ich möchte auch auf jeden Fall noch mehr von Wilkie Collins lesen. Rezension folgt.

–> Hörbuch: 

Mein Hörbuch-Highlight diesen Monat war Neil Gaimans The View from the Cheap Seats: Selected Nonfiction, welches auch von Gaiman selbst gelesen wird. Es handelt sich dabei um eine Sammlung aus Essays und Reden, die Gaiman im Laufe seiner Karriere verfasst bzw. gehalten hat. Im Mittelpunkt aller stehen selbstverständlich Bücher und das Schreiben. Man erfährt dabei viel aus seinem Leben und seinem Karriereweg, aber auch über so manche andere Schriftsteller (er erzählt z.B. von einem Interview, das er mit Stephen King hatte). Die Beiträge sind alle sehr interessant und unterhaltsam, zudem liebe ich Gaimans Stimme, die einfach perfekt für Hörbücher ist und der man am liebsten den ganzen Tag lang zuhören möchte.

–> Leckerei: 

Meine liebste Delikatesse diesen Monat waren weihnachtliche Schoko-Brownies, die ich euch bereits in einem Rezept-Beitrag vorgestellt habe. Auch meiner Mum haben sie sehr gut geschmeckt, daher werde ich sie sicher bald wieder backen und nicht erst bis nächstes Jahr Weihnachten damit warten. Sie werden einfach das nächste Mal zum Kaffeetrinken mitgenommen.

–> Reise/Event: 

Mein Reisehighlight im Dezember war ein kurzer Ausflug nach Hamburg, von dem ich ebenfalls bereits berichtet habe und der damit verbundene Musical-Besuch von Aladdin (Details dazu findet ihr ebenfalls in selbigem Beitrag). Hamburg war ohnehin schon immer einer meiner Lieblingsstädte in Deutschland und auch zur Weihnachtszeit hat die Stadt einiges zu bieten. Auch Aladdin war, rückblickend betrachtet, trotz ein paar Ärgernissen ein kleines Highlight und ich bin froh, dass Musical gesehen zu haben.

 

TOPS/FLOPS:

–> Film: 

Die Sache mit Rogue One ist die, als ich den Film das erste Mal im Kino gesehen habe, war ich um ehrlich zu sein etwas enttäuscht. Nach dem zweiten Besuch allerdings würde ich ihn nun doch als ganz gelungen bezeichnen. Daher war ich mir nicht ganz sicher, ob er nun unter Top oder Flop einzuordnen ist.

Ich war natürlich gespannt auf den Film, wenn auch nicht so sehr wie bei The Force Awakens im vergangen Jahr. Womit ich zu Anfang nicht wirklich viel Anfangen konnte waren die Charaktere und auch die Story ist meiner Meinung nach wenig beeindruckend. Der Anfang war recht wirr und die Geschichte hat lange gebraucht, um richtig in die Gänge zu kommen. Überzeugen konnten mich eigentlich nur die letzten 45 Minuten, in denen endlich ein wenig mehr Action aufkommt. Beim Wiederholten anschauen konnte ich mir dem Anfang dann schon wesentlich mehr anfangen, auch wenn mich die Charaktere immer noch nicht sehr packen. Den Lobgesängen kann ich mich also nach wie vor nicht anschließen, der Unterhaltungsfaktor war aber beim zweiten Mal definitiv höher und mein Gesamturteil auch um einiges besser. Er wird wohl nie mein Lieblings-Star-Wars-Film werden und er hat einige Schwächen, allerdings gibt es durchaus auch tolle Szenen darin. Der einzige Punkt, mit dem ich mich sicher nie anfreunden können werde, ist der wirklich sehr unterdurchschnittliche Soundtrack, der diesmal – mit Ausnahme der Titelmusik – nicht von John Williams stammt.

 

FLOPS:

–> Musicals: 

Der Dezember war ein sehr Musicallastiger Monat für mich. Neben Aladdin, welches es letztlich noch in meine Tops geschafft hat, habe ich auch noch Der König der Löwen (in Hamburg) und Evita (in Wien) gesehen. Beide finden sich jetzt leider in meinen Flops wieder. Über Der König der Löwen habe ich bereits ausführlich in meinem Hamburg-Beitrag berichtet, daher sage ich hier jetzt nichts mehr dazu, außer dass ich ziemlich enttäuscht war.

Evita war in diesem Sinne eine weniger große Enttäuschung, da ich hier bereits vorab so viele schlechte Kritiken gelesen habe, dass ich ohnehin kaum Erwartungen daran hatte. Da ich allerdings durch eine Aktion an super günstige Karten gekommen bin, habe ich es dann ganz einfach riskiert. Es war auch nicht alles daran schlecht. Das Bühnenbild und einzelne darstellen haben mir eigentlich sehr gut gefallen, die Inszenierung selbst war allerdings nicht so toll gemacht und die Hauptdarstellerin – Evita – war leider eine absolute Fehlbesetzung. Die Darstellerin hat so viel negative Kritik bekommen (der ich mich jetzt leider nur anschließen kann), so dass sie bereits nach kurzer Zeit ausgetauscht wurde, allerdings an vereinzelten Terminen noch immer auf der Bühne stand. Einen solchen Tag haben wir leider erwischt, sonst hätte mein Urteil vielleicht anders ausgesehen. Dennoch war es nett, die faszinierende Geschichte der Eva Perón mal auf der Bühne zu sehen und natürlich auch Don’t Cry for Me Argentina zu hören. Sehr toll war auch Drew Sarich in der Rolle des Che.

 

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